Vor dem Fototermin

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Vorbereitung · Immobilienfotografie

So bereiten Sie ein Objekt auf den Fototermin vor.

Die Kamera sieht anders als das Auge. Das Auge blendet aus, was nicht wichtig ist — die Kamera nimmt alles gleich ernst. Die Flasche auf der Anrichte, die Jacken im Vorzimmer: im Raum fallen sie kaum auf, auf dem Bild stehen sie mitten drin.

Eine halbe Stunde Vorbereitung entscheidet darüber, ob ein Interessent sich selbst in den Räumen sieht — oder die Vorbesitzer.

Die Kamera sieht anders als das Auge: Sie blendet nichts aus. Acht Handgriffe, ein Rundgang — damit sich der Interessent selbst in den Räumen sieht und nicht die Vorbesitzer.

Checkliste

Acht Punkte, ein Rundgang.

Fenster zuerst

Vorhänge zur Seite, Jalousien ganz hinauf.

Der Blick nach draußen gehört zum Objekt. Ein halb heruntergelassenes Rollo macht aus einem hellen Zimmer ein dunkles und nimmt der Wohnung ihre Aussicht — das lässt sich später nicht mehr herstellen.

Vorzimmer

So wenige Schuhe und Jacken wie möglich.

Der Eingang ist oft das erste Innenbild, das jemand sieht. Ein volles Vorzimmer lässt die ganze Wohnung eng wirken.

Küche und Tische

Getränkeflaschen, Dosen und Gläser wegräumen.

Freie Arbeitsflächen wirken größer. Und Etiketten ziehen den Blick auf sich — im Bild landet er dann auf der Mineralwasserflasche statt auf der Küche.

Persönliches

Fotos mit Personen abnehmen, ebenso Post, Kalender und alles mit Namen darauf.

Zwei Gründe. Der Interessent soll sich die Räume als seine vorstellen können. Und die Bilder gehen ins Internet — was darauf zu sehen ist, sieht jeder.

Bad und WC

Klodeckel geschlossen, Pflegeprodukte und Zahnbürsten aus dem Blickfeld.

Ein geschlossener Deckel ist der kleinste Handgriff mit der größten Wirkung — und der, der am häufigsten vergessen wird.

Außenbereich

Draußen gilt dasselbe wie drinnen: so aufgeräumt wie möglich.

Bei einem Haus ist die Außenansicht das Titelbild. Alles, was nicht zum Objekt gehört, sollte für den Termin verschwinden.

Licht

Muss nicht sein, kann aber.

Stimmungsvolle Beleuchtung wirkt in manchen Räumen sehr gut. Eine alte Lampe mit gelbem Licht stört dagegen meistens. Wenn Sie unsicher sind: einfach so lassen, wie es ist — das entscheiden wir vor Ort.

Haustiere

Wenn möglich während des Termins nicht in der Wohnung.

Katzen sind meist unproblematisch. Bei Hunden ist es besser, wenn sie draußen sind: Stative und Lichtformer stehen frei im Raum.

Der Maßstab für alles: so leer wie möglich. Ein Raum, der fast unbewohnt aussieht, verkauft besser als einer, dem man ansieht, wer darin wohnt.

Notizen

Michael Wallisch Foto & Video+43 676 5605884 · fotografie@michaelwallisch.at · michaelwallisch.at

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