
Michael Wallisch · Fotograf & Videograf, Wien
Angefangen hat es mit einem Sonderangebot.
Michael Wallisch, Fotograf und Videograf aus Wien. Seit zwanzig Jahren hinter der Kamera, seit vier Jahren hauptberuflich.

Meine erste Kamera habe ich gekauft, weil sie im Angebot war. Kein Berufswunsch, keine Familientradition, kein großer Plan — ein Sonderangebot. Das ist zwanzig Jahre her.
Die längste Zeit davon habe ich Lost Places fotografiert: leerstehende Häuser, aufgegebene Fabriken, Räume, in denen seit Jahren niemand mehr war. Im Rückblick war das die beste Vorbereitung auf meine heutige Arbeit, die ich mir hätte aussuchen können. Die Aufgabe ist nämlich dieselbe geblieben — einen Raum so zeigen, dass man ihn versteht, bevor man ihn betreten hat. Nur sind die Räume heute nicht mehr verfallen.
Zur Immobilienfotografie kam ich über ein Gespräch auf einer Party. Ein Makler fragte, ob ich so etwas auch machen würde. Ich habe zugesagt, ohne es je gemacht zu haben. Seit vier Jahren ist es mein Beruf.
Davor waren es zwölf Jahre im Einzelhandel und dreizehn Jahre in der Buchhaltung. Fünfundzwanzig Jahre, in denen sich andere darauf verlassen haben, dass ich Termine halte und Dinge zu Ende bringe. Das klingt nach einem Bruch, ist aber keiner — es ist der Teil meiner Arbeit, den man auf den Fotos nicht sieht.
Was mich bis heute antreibt, sieht man auf jedem Immobilienportal. Objekte, bei denen es um mehrere hunderttausend Euro geht, präsentiert mit schnellen Handyfotos, ohne Licht, ohne Sorgfalt. Für mich passt das nicht zusammen. Wenn so viel auf dem Spiel steht, sollte die Präsentation mithalten.
Hochzeiten sind das genaue Gegenteil. Keine Struktur, keine Planbarkeit, sondern Emotion und Momente, die sich nicht wiederholen lassen. Genau dieser Wechsel hält meinen Blick wach.
Ein Auftrag, an den ich gern zurückdenke
Eines der größten Objekte, die ich bisher fotografiert habe, war rund drei Monate nach den Aufnahmen verkauft. Der Folgeauftrag kam dann vom Käufer — er wollte seine bisherige Immobilie vermarkten. Die war nach einem Monat weg.
Ich behaupte nicht, dass das an den Bildern lag. Aber geschadet haben sie vermutlich nicht.
Zusammenarbeit
Wie ich arbeite.
Was viele unterschätzen: Mit den Aufnahmen im Objekt ist meine Arbeit nicht fertig. Der größere Teil passiert danach am Rechner.
01
Anfrage und Abstimmung
Sie schreiben oder rufen an, ich melde mich per Mail oder Telefon zurück — innerhalb von 24 Stunden.
02
Der Termin vor Ort
Meist fahre ich direkt zum Fototermin, ohne Vorbesichtigung: Die meisten Makler wollen ihr Objekt schnell in der Vermarktung haben. Eine Wohnung dauert rund anderthalb Stunden, ein Haus je nach Größe zwei bis vier. Hochzeiten begleite ich ab zwei Stunden bis zum ganzen Tag.
03
Bearbeitung und Lieferung
Fotos sind nach ein bis drei Tagen fertig, Videos nach drei bis sechs. Die Übergabe läuft über Dropbox oder einen Downloadlink. Wenn es schneller gehen muss, geht es schneller — gegen Aufpreis.
Gut zu wissen
Lieferzeit
Fotos in ein bis drei Tagen, Videos in drei bis sechs. Express auf Anfrage.
Bildanzahl
Wohnungen 5 bis 15 Bilder, Häuser 20 bis 60 — je nach Größe des Objekts.
Bildgrößen
Für Immobilien leicht verkleinert, damit sie direkt in die Maklersoftware passen. Hochzeitsbilder in Originalgröße.
Nutzungsrechte
Verwendung im Exposé und auf allen Plattformen zur Vermarktung des Objekts.
Korrekturen
Drei Änderungswünsche sind inkludiert, jeder weitere kostet 75 € netto. Beim Video zählt ein Musikwechsel nicht dazu: Die Filme sind auf den Beat geschnitten.
Anfahrt
Bis 50 Kilometer ab Wien inkludiert.
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Entweder wir ziehen den Termin trotzdem durch, oder wir finden einen Ersatztermin. Kein Drama.
Archivierung
Sechs Monate nach Projektabschluss halte ich die Aufnahmen bereit. Längere Aufbewahrung ist zubuchbar.
Technik
Flambient statt HDR.
Die meisten Immobilienfotos entstehen als HDR: Mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen werden automatisch zu einem Bild verrechnet. Das geht schnell — erzeugt aber häufig flaue Farben, harte Ränder rund um Fensterrahmen und diesen leicht künstlichen Look, den man auf Verkaufsplattformen sofort erkennt.
Ich arbeite stattdessen flambient: eine Aufnahme mit Blitz, eine mit dem vorhandenen Licht — von Hand zusammengesetzt. Das kostet in der Nachbearbeitung deutlich mehr Zeit. Dafür stimmen die Farben, Weiß bleibt Weiß, und der Blick aus dem Fenster ist nicht ausgebrannt.
Deshalb dauert die Bearbeitung ein bis drei Tage und nicht zwei Stunden.
20+
Jahre hinter der Kamera
300+
Fotografierte Immobilien
15+
Unternehmen & Maklerbüros
Nachweise
Womit ich fliege und wie ich versichert bin.
Für private Auftraggeber Nebensache, für Bauträger eine Voraussetzung.
Drohne
EU-Fernpilotenzeugnis der Kategorien A1 und A3, Drohne registriert, eigene Drohnen-Haftpflichtversicherung.
Versicherung und Gewerbe
Betriebshaftpflicht mit zwei Millionen Euro Deckungssumme, aufrechter Gewerbeschein.
Alles aus einer Hand
Fotografie, Video, Schnitt, Virtual Staging und Renovierungsvisualisierung mache ich selbst. Keine Sub-Agenturen, keine ausgelagerte Bearbeitung.
Veröffentlicht im Spengler Fachjournal
Im September 2026 sind Aufnahmen von mir im Spengler Fachjournal erschienen, dem Fachmagazin für Österreichs Spengler und Dachdecker. Der Beitrag zeigt das Wohnbauprojekt Schimmelgasse 5 in Wien, für das ich im Auftrag von FAKRO die Dachgeschosswohnungen und die Dachflächen fotografiert und gefilmt habe. Die komplette Ausgabe 04/2026 steht beim Verlag als PDF bereit, FAKRO zeigt das Projekt auch online. Die ganze Geschichte dazu steht auf der Projektseite.
So etwas habe ich vorher noch nirgends gesehen — vor allem beim Video.
Der Satz, den ich am häufigsten höre.
Und jetzt?
Erzählen Sie mir von Ihrem Projekt.
Ob Objekt oder Hochzeit — schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden.